Ob gesund oder an Krebs erkrankt, der Bedarf an zuverlässigen Informationen zum Thema Krebs ist in der Bevölkerung sehr groß: Denn wer die Krebsrisiken kennt, kann womöglich gezielter vorbeugen. Und wer über die eigene Krebserkrankung gut aufgeklärt ist, kann Behandlungsabläufe mitbestimmen und Entscheidungen mittragen.
Der Krebsinformationsdienst (KID) des Deutschen Krebsforschungszentrums will als Nationales Referenzzentrum für Krebsinformation aktuelles, qualitätsgeprüftes Wissen über Tumorerkrankungen öffentlich zugänglich machen. Dazu gehören nicht nur Informationen über Entstehung, Diagnose und Behandlung der verschiedenen Tumorerkrankungen, sondern auch Kenntnisse über den Umgang mit den Begleiterscheinungen und Problemen, die eine Krebserkrankung verursachen kann.
Eine weitere wichtige Aufgabe sieht der Krebsinformationsdienst in der Vermittlung von Adressen und Anlaufstellen für Hilfesuchende. Der KID informiert zu allen krebsbezogenen Themen in verständlicher Sprache per Telefon, E-Mail und im Internet.
Die folgenden Abschnitte bieten weitere Hintergründe zur Einbindung des Krebsinformationsdienstes in das Gesundheitswesen, zur Trägerschaft, zur Arbeitsweise und zum Qualitätsmanagement des Krebsinformationsdienstes.
Träger: Wer steht hinter dem Angebot?
Förderung: Wie wird der Dienst finanziert?
Zielgruppe: Wer kann den Krebsinformationsdienst nutzen?
Informationsvermittlung: Wer beantwortet die Fragen, wer sind die Autoren?
Quellen: Woher kommt die vermittelte Information?
Qualitätsmanagement: Wie wird die Qualität der Information gesichert?
Werbung: Weist der Krebsinformationsdienst auf Produkte hin?
Datenschutz: Wie sicher sind die Daten der Nutzer?
Zusammenarbeit: Mit welchen Organisationen kooperiert der Dienst?
Methodenpapier (PDF-Datei)
Impressum
Der Krebsinformationsdienst (KID) ist eine Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) mit Sitz in Heidelberg und einer Außenstelle am Universitäts KrebsCentrum Dresden. Mehr über das Krebsforschungszentrum und seine Aufgaben als Stiftung des öffentlichen Rechts lesen Sie unter www.dkfz.de. Das Deutsche Krebsforschungszentrum ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft (www.helmholtz.de), in der sich 16 große naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren zusammengeschlossen haben.
Der Krebsinformationsdienst wird mit Mitteln des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) getragen, das zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert wird (mehr zum DKFZ hier www.dkfz.de/de/dkfz/foerderung.html).
Das Bundesministerium für Gesundheit (www.bmg.bund.de) förderte den Krebsinformationsdienst seit seiner Gründung im Jahre 1986 mit Projektmitteln, unter Beteiligung des Sozialministeriums des Landes Baden-Württemberg (www.sozialministerium-bw.de).
Seit April 2009 wird der Krebsinformationsdienst durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (www.bmbf.de) institutionell mit dem Ziel des Ausbaus zu einem "Nationalen Referenzzentrum für Krebsinformation" gefördert. Die Finanzierung mit öffentlichen Geldern stellt die Neutralität und Unabhängigkeit des Krebsinformationsdienstes sicher und trägt dazu bei, Interessenkonflikte bei der Erarbeitung und Vermittlung von Information zu vermeiden.
Geplant ist zudem eine maßgebliche Förderung des Informationsdienstes durch die Deutsche Krebshilfe e.V. Eine enge Kooperation mit Integration des telefonischen Informations- und Beratungsdienstes der Deutschen Krebshilfe in das Nationale Referenzzentrum für Krebsinformation ist in Vorbereitung.
Im Rahmen von Kooperationen ist der Krebsinformationsdienst zeitweilig in Projekte mit Drittmittelfinanzierung eingebunden.
In der Vergangenheit waren dies beispielsweise Forschungsprojekte, die von der Europäischen Kommission oder dem Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wurden; die Spitzenverbände der Krankenkassen förderten in einem Modellversuch nach Paragraph 65b des Sozialgesetzbuches V die Erweiterung des Krebsinformationsdienstes durch den Informationsdienst Krebsschmerz.
Bis zum Sommer 2009 finanzierte der Verein zur Förderung der Krebsinformation in Deutschland e.V. (www.prokid-verein.de) die Ausweitung des Informationsangebots zum Thema Prostatakrebs. Dadurch wurde auch die Teilnahme an dem Gemeinschaftsprojekt "PSA-Test-Entscheidungshilfe" ermöglicht, mehr unter www.psa-entscheidungshilfe.de.
Seit Sommer 2009 entwickelt der Krebsinformationsdienst mit Förderung durch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) auch ein Internet-Portal für das "Netzwerk Krebsinformation", das im Rahmen des Nationalen Krebsplans konzipiert wurde. Mehr zum Nationalen Krebsplan bietet das BMG unter www.bmg.bund.de/cln_178/nn_1168258/SharedDocs/Standardartikel/
DE/AZ/N/Glossarbegriff-Nationaler-Krebsplan.html?__nnn=true.
Auch Spenden an das Deutsche Krebsforschungszentrum kommen der Tätigkeit des KID zugute, wenn der Spender den Verwendungszweck "Krebsinformationsdienst" angibt, mehr dazu auf den Seiten des Forschungszentrums unter www.dkfz.de/de/dkfz/spenden.html.
Der Krebsinformationsdienst ist eine Anlaufstelle für jeden, der Fragen zum Thema Krebs hat. Insbesondere angesprochen sind Patienten, ihre Angehörigen und Freunde. Das Angebot richtet sich aber auch an Menschen, die an Krebsvorbeugung und Früherkennung interessiert sind oder Fragen zu Risikofaktoren haben. Ärzte und Angehörige anderer medizinischer Berufsgruppen können beim Krebsinformationsdienst Quellen für die eigene Recherche erfahren; auch unterstützt der Dienst bei der Suche nach weiteren Kontakten und Ansprechpartnern. Das Angebot für Fachleute wird im Rahmen des Ausbaus zum "Nationalen Referenzzentrum für Krebsinformation" erweitert werden.
Die vermittelten Informationen stellen keinen Ersatz für das Gespräch mit dem Arzt oder anderen zuständigen Ansprechpartnern dar. Die Nutzer des Krebsinformationsdienstes und insbesondere Patienten sollen vielmehr in die Lage versetzt werden, über medizinische Schritte mit zu entscheiden, die ihrer individuellen Situation angemessen sind. Der Krebsinformationsdienst unterstützt diesen Prozess der gemeinsamen Entscheidungsfindung ("Shared Decision Making"). Mit seinen Angeboten trägt der Dienst zur Stärkung von Verbraucherrechten, der Patientensouveränität und Dialogfähigkeit bei und fördert die Kommunikation zwischen Arzt und Patienten.
Die Nutzung des Krebsinformationsdienstes erfolgt auf Wunsch vollkommen anonym. Auch persönliche, intime oder andere schwierige Fragen im Zusammenhang mit einer Krebserkrankung werden mit höchster Diskretion behandelt.
Am Telefon, unter der Nummer 0800 - 420 30 40, beantworten in Gesundheitskommunikation geschulte Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes die Anfragen. Zum Telefonteam zählen überwiegend Ärzte, weiter Psychologen und Angehörige anderer Gesundheitsberufe. Von März 2010 an sind in das Telefonteam auch ärztliche Mitarbeiter in einer Außenstelle des Krebsinformationsdienstes eingebunden: Sie wird am UniversitätsKrebsCentrum Dresden aufgebaut und ist ebenfalls unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 - 420 30 40 erreichbar.
Das Team des E-Mail-Service (krebsinformationsdienst@dkfz.de) ist vergleichbar dem Telefonteam zusammengesetzt und nutzt dieselben Quellen, setzt aber einen zusätzlichen Schwerpunkt in der Vermittlung geeigneter Links und Informationen im Internet.
Das vermittelte Wissen beziehen Telefondienst und E-Mail-Service aus Quellen, die das Rechercheteam im Hintergrund für sie aufbereitet und in eine Datenbank eingibt. Dieses Team setzt sich aus Ärzten, Biologen, Pharmazeuten, Psychologen und wissenschaftlichen Mitarbeitern weiterer Fachrichtungen zusammen. Sie alle haben zudem eine Ausbildung in Informationserarbeitung und -vermittlung zu onkologischen Fragestellungen. Die Antworten zu neuen oder sehr speziellen Fragen oder die Adressen von geeigneten Ansprechpartnern zum Thema Krebs werden ebenfalls von diesem Hintergrundteam erarbeitet.
Durch die Nutzung einer gemeinsamen Wissensdatenbank wird sichergestellt, dass ein Anrufer beim Krebsinformationsdienst nicht nur auf das persönliche Wissen seines jeweiligen Ansprechpartners vertrauen muss: Die Mitarbeiter haben den Auftrag, umfassend, verständlich, neutral und aktuell zu informieren, unter Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse eines Nutzers.
Je nach Thema einer Anfrage nennt der Krebsinformationsdienst am Telefon wie in E-Mails weitere Ansprechpartner oder verweist auf Institutionen, die zur jeweiligen Fragestellung eine verlässliche Auskunft vermitteln können. Für die Informationen und Auskünfte, die in der Folge solcher Verweise vermittelt werden, sind ausschließlich die jeweils genannten Institutionen verantwortlich.
Die Wissensdatenbank des Krebsinformationsdienstes liefert auch für die Redaktion des Internet-Angebotes die Grundlage: Die recherchierten Fachartikel, Leitlinien oder andere onkologische Quellen stellen die Basis der späteren Internettexte dar.
Die Mitarbeiter von Telefondienst und E-Mail-Service leiten wichtige Fragen an die Redaktion weiter: Ist ein Thema von allgemeinem Interesse und erkundigen sich viele Nutzer danach, wird es in www.krebsinformationsdienst.de aufgegriffen.
Innerhalb des Teams gibt es keinen allein verantwortlichen Autor für einen Text: Alle Inhalte durchlaufen einen umfangreichen Redaktions- und Prüfungsprozess bezüglich ihrer Richtigkeit, Aktualität, Neutralität und Vollständigkeit, berücksichtigt wird auch die leichte Verständlichkeit. Bei kritischen und kontrovers diskutierten Themen wird eine Durchsicht durch externe Experten veranlasst. Die fertigen Texte werden durch die Leiterin des Krebsinformationsdienstes zur Publikation unter www.krebsinformationsdienst.de freigegeben. Sie ist presserechtlich für die Inhalte verantwortlich.
Die Mitarbeiter nutzen möglichst viele unterschiedliche Quellen, um die Nutzer des Krebsinformationsdienstes zu informieren. So soll sicher gestellt werden, dass vermitteltes Wissen nicht nur die Meinung oder den Kenntnisstand einzelner Experten widerspiegelt. Die Grundlagen der evidenzbasierten Medizin spielen auch in der Onkologie eine wachsende Rolle bei der Beurteilung des Stellenwerts der genutzten Quellen. Die Informationen des Krebsinformationsdienstes entsprechen der besten verfügbaren Evidenz zu den jeweiligen Themen.
Wenn es zu einem Thema Leitlinien und vergleichbare Empfehlungen von Fachgesellschaften gibt, nutzt der Dienst diese und gibt das dort gesammelte Wissen so an Interessierte weiter, die selbst keinen Zugang zu Fachliteratur haben. Über die Zentralbibliothek des Deutschen Krebsforschungszentrums stehen dem Krebsinformationsdienst alle modernen Recherchemöglichkeiten zu wissenschaftlichen Daten und Veröffentlichungen zur Verfügung. Die Bandbreite der Quellen reicht dabei von Originalartikeln in internationalen Fachzeitschriften über wissenschaftliche Datenbanken mit systematischen Übersichtsarbeiten (zum Beispiel Cochrane-Reviews) bis hin zu aktuellen Lehrbüchern über Krebs. Die Team-Mitglieder besuchen regelmäßig Kongresse und Veranstaltungen, diskutieren mit Experten und Anbietern von Diagnose- und Therapieverfahren, aber auch mit Betroffenen, zum Beispiel mit den Vertretern von Selbsthilfegruppen.
Eine wichtige Quelle sind auch die Informationen, die die Bundes- und Landesministerien und deren nachgeordnete Behörden sowie die Europäische Union herausgeben. Die Adressen wichtiger Einrichtungen und Anlaufstellen werden regelmäßig zusammengestellt, entweder aus deren Selbstdarstellungen oder auf der Basis von schriftlichen Umfragen bei den Institutionen selbst. Der Dienst hält darüber hinaus Kontakt mit den meisten übergeordneten Organisationen, die im Bereich der Krebsbekämpfung arbeiten. Eine wichtige Rolle spielt die Zusammenarbeit mit Selbsthilfeverbänden und Verbraucher- und Patientenvertretern, die den Krebsinformationsdienst mit Material, Anregungen und Auskünften versorgen.
Die Informationssuche des Dienstes ist nicht auf Deutschland oder Quellen in deutscher Sprache beschränkt. Durch die Zusammenarbeit mit Fachleuten im In- und Ausland, das Netzwerk der internationalen Krebsinformationsdienste (www.icisg.org) sowie den Zugang zu internationalen Datenbanken kann der Krebsinformationsdienst auch berichten, wie das Thema Krebs in anderen Ländern behandelt wird.
Grundlage des Qualitätsmanagements ist ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP), der durch externe Moderatoren begleitet wird. Die Arbeitsweise des Krebsinformationsdienstes und alle relevanten Abläufe sind in einem Handbuch festgelegt, das regelmäßig den aktuellen Bedürfnissen angepasst wird. Einen Überblick über die Arbeitsweise gibt auch ein Methodenpapier.
Die Mitarbeiter durchlaufen regelmäßig Schulungsprogramme, nicht nur zu aktuellen Änderungen und Fortschritten in der Krebsforschung, sondern auch zu Techniken der Wissensvermittlung oder Gesprächsführung. Bei der Auswahl der Themen orientiert sich der Krebsinformationsdienst an den wichtigsten Anliegen, die die Anrufer selbst formulieren, sowie an bedeutsamen Themen in Forschung und Klinik. Die genutzten Quellen werden auf ihre Seriosität, den Wahrheitsgehalt und die wissenschaftliche Bedeutung hin überprüft und entsprechend eingeordnet. Dabei ist der Dienst um Neutralität bei der Auswahl bemüht.
Texte, die die Mitarbeiter auf dieser Basis erarbeiten, durchlaufen einen internen Redaktionsprozess. Bei kritischen Themen bittet der Dienst auch Fachleute aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum oder anderen Institutionen, neue Texte auf ihre Richtigkeit und Vollständigkeit hin zu prüfen. Diese Fachleute haben beispielsweise selbst viel zum jeweiligen Thema veröffentlicht, sie haben an Leitlinien und Behandlungsempfehlungen mitgewirkt, sind Studienleiter bei neuen Verfahren oder arbeiten als Experten in Gremien und Institutionen. Geht es um Themen, die das Leben mit Krebs betreffen, bittet der Krebsinformationsdienst auch Betroffene, die sich in Selbsthilfegruppen engagieren, um Durchsicht der Texte.
Ein wissenschaftlicher Beirat ist dem Krebsinformationsdienst schon im Vorfeld dieser Entscheidungen und Vorgehensweisen bei der Konzeption qualitätssichernder Maßnahmen verpflichtet. Eine Mitgliederliste finden Sie hier.
Der Krebsinformationsdienst arbeitet seit mehreren Jahren in Initiativen mit, die sich mit der Erarbeitung und Prüfung von Qualitätskriterien für gesundheitsbezogene Informationen befassen, insbesondere im Internet.
Dazu gehören nationale Initiativen wie afgis, das Aktionsforum Gesundheitsinformationssystem (www.afgis.de) oder auch europäische Initiativen im Auftrag der EU-Kommission.
Außer den afgis-Qualitätskriterien beachtet der Krebsinformationsdienst auch die Vorgaben, die die Health on the Net-Foundation erarbeitet hat und deren Einhaltung sie regelmäßig überprüft (www.hon.ch).
Im Rahmen des Nationalen Krebsplans des Bundesministeriums für Gesundheit arbeitet der Krebsinformationsdienst im Handlungsfeld IV mit: Auch hier ist die Sicherung der Qualität von Krebsinformationen eines der Teilziele.
Auf den Seiten von www.krebsinformationsdienst.de, in E-Mails oder bei der Beantwortung telefonischer Anfragen gibt es keine Werbung.
Wo es bei Informationen inhaltlich wichtig ist, über Markennamen oder bestimmte Anbieter zu sprechen oder zu schreiben, wird dies entsprechend kenntlich gemacht. So werden zum Beispiel Markennamen von Arzneimitteln nur genannt, wenn es als einziges Produkt auf dem Markt ist. Ansonsten führen die Mitarbeiter am Telefon oder im E-Mail-Service entweder die Wirksubstanz oder mehrere gleichartige Produkte auf und kennzeichnen die genannten Produktnamen als Auswahl. Werden in Behandlungsleitlinien oder anderen Veröffentlichungen von Fachleuten bestimmte Marken oder konkrete kommerzielle Angebote genannt, übernimmt der Krebsinformationsdienst diese Empfehlungen nur, wenn sie begründet sind, zum Beispiel durch neue Studienergebnisse, in denen ein Produkt besser als ein anderes abgeschlossen hat.
Ebenso verfährt der Dienst bei der Nennung von Adressen oder Spezialisten. Hier bestimmen auch vom Nutzer selbst festgelegte Kriterien die Auswahl von Vorschlägen, etwa wenn bei der Suche nach einer Krebsberatungsstelle nur Angebote am Wohnort des Fragestellers berücksichtigt werden sollen.
Das Internetangebot des Krebsinformationsdienstes respektiert die Vertraulichkeit von Daten, die sich auf individuelle Patienten und andere Besucher beziehen, einschließlich deren Identität. Der Dienst hat sich verpflichtet, die juristischen Anforderungen einzuhalten und nach Möglichkeit zu übertreffen, die für den Schutz medizinischer und gesundheitsbezogener Daten oder bei der Nutzung Internet-basierter Dienste in Deutschland gelten.
Daten über das Nutzungsverhalten beim Besuch von krebsinformationsdienst.de gehen in eine vollständig anonymisierte Statistik ein, die der Krebsinformationsdienst ausschließlich zum Zweck der Qualitätskontrolle nutzt. Sie werden weder so verarbeitet, dass dies eine individuelle Rückverfolgung von einzelnen Nutzern zuließe, noch werden solche Daten (IP-Adressen, andere persönliche Daten) an Dritte weitergegeben oder in einer anderen Weise als genannt genutzt.
Wer sich per E-Mail oder am Telefon an den Krebsinformationsdienst wendet, entscheidet selbst, wie viele Daten er frei gibt. Wer möchte, kann auch dieses Angebot vollkommen anonym nutzen.
Telefonnummern werden für anonymisierte Erfassung der Herkunftsregion genutzt, jedoch nur in verkürzter Form und nur zeitlich befristet dokumentiert. Diese Daten nutzt der Krebsinformationsdienst ausschließlich zur internen Qualitätssicherung, etwa zur Beantwortung der Frage, ob der Dienst alle Bundesländer gleichmäßig erreicht. Eine Rückverfolgung individueller Anrufe ist nicht möglich. Anrufer, die auch diese anonymisierte Erfassung nicht möchten, können die Anzeige ihrer Telefonnummer bei ihrem Apparat oder ihrem Netzbetreiber sperren lassen.
Für Anfragen per E-Mail bietet der Krebsinformationsdienst über ein Kontaktformular eine sichere Verbindung an. Eine Speicherung oder Auswertung von E-Mail-Adressen erfolgt nicht.
Die Inhalte der Anfragen am Telefon oder per E-Mail an den Krebsinformationsdienst werden ausschließlich anonymisiert dokumentiert, um eine Qualitätskontrolle und eine Auswertung der Nutzeranliegen für wissenschaftliche Zwecke zu ermöglichen. Eine Speicherung von Namen, Adressen etc. erfolgt nicht. Eine Weitergabe oder Veröffentlichung persönlicher Angaben etwa zur Krankengeschichte, aus denen sich einzelne Nutzer auch ohne Angaben von Name oder Wohnort erkennen ließen, erfolgt nicht.
Wenn die Angabe von Namen, Telefonnummern oder Adressen der Nutzer notwendig ist, um zum Beispiel zurückzurufen oder eine Broschüre zuzuschicken, speichert der Krebsinformationsdienst innerhalb der Abteilung diese Daten nur, soweit und solange dies für die Bearbeitung notwendig ist, und gibt sie auch nicht an Dritte weiter.
Möchten Fragesteller den Kontakt zu anderen Institutionen oder Organisationen, mit denen der Krebsinformationsdienst zusammenarbeitet, so geschieht die Weiterleitung von Adressdaten nur auf ausdrücklichen Wunsch des Fragestellers. Alle Daten werden auch in diesem Fall vertraulich behandelt und nur zur Bearbeitung des jeweiligen Anliegens genutzt. Für die Einhaltung aller Bestimmungen zum Datenschutz sind nach der Weiterleitung die jeweiligen Institutionen verantwortlich.
Die Arbeit des Krebsinformationsdienstes wäre ohne Einbindung in das Deutsche Krebsforschungszentrum nicht möglich. Die Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF, www.bmbf.de), das Bundesministerium für Gesundheit (BMG, www.bmg.bund.de) und das Sozialministerium des Landes Baden-Württemberg (www.sozialministerium-bw.de) sichert nicht nur die finanziellen Grundlagen der Arbeit, sondern schafft auch den Rahmen für die Beteiligung an Projekten, die von diesen Ministerien initiiert oder in anderer Weise unterstützt werden.
Im Universitäts KrebsCentrum Dresden (http://krebscentrum.uniklinikum-dresden.de) ist von März 2010 an eine Außenstelle des Krebsinformationsdienstes angesiedelt: Dort beantworten Mitarbeiterinnen vorrangig Anfragen aus den neuen Bundesländern. Die Ärztinnen sind als Angestellte des Deutschen Krebsforschungszentrums in alle Abläufe beim Krebsinformationsdienst eingebunden und haben Zugang zu allen Quellen, die auch die Mitarbeiter in Heidelberg nutzen. Sie sind unter der gleichen kostenlosen Telefonnummer 0800 - 420 30 40 erreichbar.
Aktuell beteiligt sich der Krebsinformationsdienst gemeinsam mit vielen anderen Organisationen an der Weiterentwicklung des Nationalen Krebsplans und betreut redaktionell die in diesem Zusammenhang entstandene Internetseite www.netzwerk-krebsinformation.de. Ziel ist die Verbesserung des Zugangs zu qualitätsgesicherter Information für Krebspatientinnen, Krebspatienten und ihre Angehörigen.
Der Dienst steht mit den wichtigen deutschen Fachgesellschaften und Verbänden zum Thema Krebs in engem Kontakt, mit den bundesweit arbeitenden Selbsthilfe- und Verbraucherverbänden, mit Tumorzentren, Kliniken und anderen krebsbezogenen Einrichtungen.
Im Rahmen einer engen Kooperation mit der Deutschen Krebshilfe e.V. (www.krebshilfe.de) ist es geplant, wird deren Informations- und Beratungsdienst voraussichtlich von April 2010 an in das Nationale Referenzzentrum für Krebsinformation zu integrieren.
Seit Sommer 2008 besteht für den Krebsinformationsdienst eine konkrete Kooperationsvereinbarung des Deutschen Krebsforschungszentrums mit der Unabhängigen Patientenberatung UPD gGmbH (www.unabhaengige-patientenberatung.de) gemäß Paragraph 65b des Sozialgesetzbuches V.
Mit der Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V. (www.frauenselbsthilfe.de) verbindet den Krebsinformationsdienst das gemeinsame Anliegen, die Autonomie von Krebskranken zu stärken.
Der Krebsinformationsdienst ist außerdem wie das Deutsche Krebsforschungszentrum Partner in Zervita (www.zervita.de), einem Projekt, das das Wissen über Gebärmutterhalskrebs verbessern soll.
Für den Wort & Bild Verlag, Baierbrunn, und das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG, www.iqwig.de) ist der Krebsinformationsdienst fachlich beratend tätig.
Eng vernetzt ist der Dienst auch mit den Krebsinformationsdiensten anderer Länder. Dazu gehört die Mitarbeit in der ICISG (www.icisg.org), der Internationalen Arbeitsgruppe Krebsinformationsdienste (International Cancer Information Service Group). Das National Cancer Institute der USA (www.cancer.gov) mit seinem Cancer Information Service hat als weltweit erste Einrichtung Krebsinformation für die allgemeine Öffentlichkeit angeboten und im Rahmen eines intensiven Austauschs die Arbeit des Deutschen Krebsinformationsdienstes entscheidend geprägt. Eine besonders enge Zusammenarbeit, die auch den regelmäßigen Austausch von Informationen beinhaltet, verbindet den Krebsinformationsdienst mit dem Informationsdienst der Krebsliga Schweiz (www.krebsliga.ch).