Deutsches Krebsforschungszentrum - Krebsinformationsdienst


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Sarkom bösartiger Tumor, der sich aus Binde- und Stützgewebe entwickelt, zum Beispiel aus Sehnen, Muskeln, Fett und Knochen
Schmerzpumpe Spender mit einem Schmerzmedikament, den der Patient selbst per Knopfdruck steuert; die Pumpe ist tragbar oder wird unter die Haut eingesetzt
Screening organisierte Reihenuntersuchung einer gesunden Bevölkerungsgruppe, um Erkrankungen mittels einfacher, nicht belastender Diagnosemethoden frühzeitig zu entdecken, organisiertes Programm zur Früherkennung, mehr dazu hier
Sedierung Beruhigung, Betäubung durch Medikamente
Seeds radioaktive Strahlenquellen, die zur inneren Bestrahlung in Tumorgewebe eingebracht werden, Form der Brachytherapie, mehr dazu hier
Sekret flüssige Absonderung von Drüsen oder Schleimhäuten
Seminom häufigste Form des bösartigen Hodentumors, geht vom Samenbildungsgewebe aus; auch: Hodenkarzinom
Senologie Lehre von der weiblichen Brust
Sentinel-Lymphknoten erster Lymphknoten eines bestimmten Lymphabflussgebietes; auch: Wächterlymphknoten. Zur Diagnose einer Tumorausbreitung genügt es häufig, nur diesen ersten Lymphknoten zu untersuchen: Ist er tumorfrei, ist es mit großer Wahrscheinlichkeit auch das weitere Lymphabflussgebiet.
Sievert (Sv) Messgröße für die biologische Wirkung einer bestimmten Strahlendosis; berücksichtigt werden Strahlenart und Bestrahlungsbedingungen, mehr dazu hier
Sigmoidoskopie "kleine Darmspiegelung"; mittels eines Endoskops werden Bilder von Mastdarm und unterstem Dickdarmabschnitt und die Entnahme von Gewebeproben möglich, es kann aber nicht wie bei der Koloskopie der gesamte Dickdarm eingesehen werden; Sigma: letzte Dickdarmschleife, danach folgen Mastdarm und After.
Signaltransduktionshemmer Arzneimittel, die gezielt in die Signalübertragungswege einer Krebszelle eingreifen und damit ein unkontrolliertes Tumorwachstum blockieren oder verlangsamen, mehr dazu hier
solide Tumoren Tumoren mit festen Gewebeverbänden und zumindest anfangs deutlicher Begrenzung, zum Beispiel Karzinome und Sarkome; im Gegensatz zu malignen Systemerkrankungen, den bösartigen Erkrankungen des blutbildenden Systems, die sich im ganzen Körper ausbreiten können
Sonographie bildgebende Untersuchungsmethode, bei der mittels unhörbarer Schallwellen Bilder des Körperinnern erzeugt werden, auch: Ultraschalluntersuchung, Echographie, mehr dazu hier
Spezifität, spezifisch bei medizinischen Testverfahren: Tests und Diagnoseverfahren sind spezifisch, wenn sich mit ihnen eine ganz bestimmte Fragestellung eindeutig und kennzeichnend beantworten lässt, weniger spezifisch sind beispielsweise Tests, die zunächst nur Hinweise auf krankhafte Veränderungen bieten, aber nichts darüber aussagen, was die Veränderung verursacht hat.
Sphinkter Schließmuskel an der Mündung eines Hohlorgans; zum Beispiel des Enddarms oder der Blase
Spickung in der Krebsmedizin Form der Strahlentherapie, bei der in einer Hülle eingekapselte, radioaktive Stoffe in Form eines umschlossenen Präparates in Organhöhlen, Gewebe oder Oberflächen eingebracht werden und Tumoren "von innen" bestrahlen; auch: Brachytherapie, mehr dazu hier
Spiegelung mittels eines in Körperhohlräume eingeführten Endoskops werden Bilder vom Körperinnern, Entnahme von Gewebeproben oder auch kleinere chirurgische Eingriffe möglich, zum Beispiel Darmspiegelung, Magenspiegelung, Blasenspiegelung
Spinalanästhesie Form der Betäubung, bei der durch Einstechen einer Nadel ein Medikament zum Betäuben in den rückenmarksnahen Raum eingebracht wird
Sputum Auswurf, abgehustete Ausscheidung der Rachen- und Bronchialschleimhaut, die mit eingeatmetem Staub, Krankheitskeimen und abgelösten Schleimhautzellen durchsetzt ist
Stadium Beurteilung und Einteilung der Krankheitsausdehnung; Grundlage der individuellen, an die jeweilige Situation eines Patienten angepassten Behandlungsplanung, mehr dazu hier
Staging Zusammenfassung verschiedener Befunde und Zuordnung zu einem Krankheitsstadium, mehr dazu hier
Stammzellen jugendliche Zellen oder Vorläuferzellen, die sich zu verschiedenen Zelllinien des Körpers weiterentwickeln und sich ständig durch Zellteilung selbst erneuern, zum Beispiel Blutstammzellen
Stent Prothese aus Metall oder Kunststoff, um verengte oder verlegte Hohlorgane offenzuhalten, beispielsweise bei Tumoren der Gallenwege oder Bauchspeicheldrüse oder Erkrankungen der Speiseröhre
Stereotaxie räumlich exakte und gezielte Steuerung von Eingriffen oder Bestrahlungen, in der Krebsmedizin meist anhand von Röntgenaufnahmen, CT-Bildern oder ähnlichem, Beispiel: stereotaktische Strahlentherapie, mehr dazu hier
Steroide Bezeichnung für eine große Gruppe chemisch ähnlicher Stoffe. Zu den Steroiden gehören Cholesterin, Gallensäuren, aber auch viele Hormone oder Medikamente ("Kortison") mit charakteristischer chemischer Struktur.
Stoma operativ geschaffener Ausgang eines Hohlorgans an der Körperoberfläche; künstlicher Darmausgang, künstlicher Blasenausgang
Stomatitis entzündete Mundschleimhaut
Studienprotokoll Ablaufplan einer klinischen Studie zum Erforschen, ob eine Behandlung wirksam und sicher ist, mehr dazu hier
subfebril leicht erhöhte Temperatur unter 38 Grad Celcius
subkutan, s.c. etwas befindet sich unter der Haut oder soll unter die Haut gebracht werden; zum Beispiel bei einer subkutanen Injektion: Spritze unter die Haut
Supportivtherapie Begleittherapie zur Unterstützung einer Behandlung, zur Linderung von Nebenwirkungen oder langfristigen Krankheits- oder Therapiefolgen
Syndrom charakteristisches Zusammentreffen mehrerer verschiedener Symptome oder Einzelerkrankungen
systemische Krebstherapie Behandlung, die den gesamten Körper erfasst und nicht auf einen Körperabschnitt begrenzt bleibt; systemische Therapien erfolgen vorwiegend durch Medikamente, die im ganzen Körper wirken, seltener durch eine Bestrahlung des ganzen Körpers
Szintigraphie bildgebendes Untersuchungsverfahren, bei dem zur Darstellung Radionuklide oder mit Radionukliden markierte Arzneistoffe verwendet werden, mehr dazu hier


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Seite drucken   Zuletzt aktualisiert: 06.09.2010