
Gerne stehen die Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes Ihnen für weitere Auskünfte zur Verfügung – rufen Sie uns an: 0800 – 4 20 30 40, täglich von 8.00 bis 20.00 Uhr. Ihr Anruf ist für Sie kostenlos. Oder schreiben Sie eine E-Mail an krebsinformationsdienst@dkfz.deDie Bezeichnung Weichteilsarkom ist ein Sammelbegriff. Während die meisten bösartigen Tumoren so genannte Karzinome sind und von Deckgeweben wie der Haut, den Schleimhäuten oder den Organhüllen ausgehen, entwickeln sich Sarkome aus dem Binde- und Stützgewebe. Die Osteosarkome entstehen im Knochen. Die Weichteilsarkome sind dagegen Krebserkrankungen , die von den Muskeln, von Knorpeln und Sehnen, vom Fettgewebe oder sogar vom Stützgewebe der Blut- und Lymphgefäße ausgehen können. Insgesamt gibt es weit über hundert verschiedene Formen, entsprechend den verschiedenen Zelltypen des Binde- und Stützgewebes.
Weichteilsarkome entstehen an den verschiedensten Stellen im Körper, zum
Beispiel in Armen oder Beinen oder am Rücken. Auch in Organen können sie
auftreten: So können in der Gebärmutter beispielsweise so genannte Karzinome
wachsen, die von der Schleimhaut ausgehen, aber eben auch Weichteilsarkome, wenn
das Muskelgewebe entartet.
Die Sarkome wachsen oft lange entlang der
Organstrukturen, können im ungünstigen Fall aber wie die Gruppe der Karzinome
auch Metastasen bilden.
Über die Ursachen von Weichteilsarkomen ist nur wenig bekannt.
Risikofaktoren, die sich etwa durch eine gesunde Lebensführung beeinflussen
ließen, scheinen praktisch keine Rolle zu spielen. Betroffen sind Erwachsene jeden Alters; eine gewisse Häufung beobachten
Fachleute um das 50. Lebensjahr herum. Insgesamt sind Weichteilsarkome seltenere
Erkrankungen, Experten schätzen, dass pro Jahr etwa zwei bis drei Menschen von
100.000 erkranken.
Eine große Rolle in der Behandlung spielt die Operation; selbst wenn ein Weichteilsarkom Zellen in andere Organe abgesiedelt hat, ist ein chirurgischer Eingriff oft noch aussichtsreich. Lassen sich so die Krebszellen nicht vollständig entfernen oder soll die Gefahr eines Rückfalls verringert werden, gehört die Bestrahlung zu den gängigen Therapieverfahren. Vor allem im Rahmen von Studien spielt auch die Chemotherapie eine Rolle.
Wir beantworten Ihre Fragen: Aktuelle Hintergrundinformationen zu den verschiedenen Weichteilsarkomen stellt der Krebsinformationsdienst KID am Telefon und per E-Mail zur Verfügung.
Broschüren zum Thema Weichteilsarkome, die innerhalb Deutschland kostenlos erhältlich sind, sind dem Krebsinformationsdienst zur Zeit nicht bekannt. Nur an Fachleute richtet sich eine Leitlinie, die 2002 im Auftrag der Deutschen Krebsgesellschaft erstellt wurde (online unter www.leitlinien.net). Sie bietet Ärzten einen Rahmen zur Therapie von Weichteilsarkomen an Armen und Beinen sowie in Brust- und Bauchraum. Weichteilsarkome an anderen Stellen im Körper sind nicht abgedeckt.
Die Weichteilsarkome bei Kindern werden teilweise anders behandelt als bei Erwachsenen: Ausführliche Informationen für betroffene Jugendliche, Kinder und ihre Eltern bietet das Kompetenznetz pädiatrische und hämatologische Onkologie bei www.kinderkrebsinfo.de unter dem Stichwort "Erkrankungen" und "Weitere solide Tumoren".