
Gerne stehen die Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes Ihnen für weitere Auskünfte zur Verfügung – rufen Sie uns an: 0800 – 4 20 30 40, täglich von 8.00 bis 20.00 Uhr. Ihr Anruf ist für Sie kostenlos. Oder schreiben Sie eine E-Mail an krebsinformationsdienst@dkfz.deDurch Knochenmetastasen verursachte Schmerzen lassen sich durch eine gezielte Bestrahlung lindern. Auch die Verabreichung radioaktiver Substanzen über eine Armvene (Radionuklidtherapie) kann als Schmerztherapie eingesetzt werden. Es handelt sich hierbei um schwach strahlende radioaktive Substanzen, die so zubereitet sind, dass sie sich in der Umgebung von Knochenmetastasen anreichern. Die Strahlung wirkt gut gegen entzündliche Veränderungen, die häufig in der Umgebung von Metastasen gefunden werden und die Schmerzen mitverursachen, hier mehr zum Thema Knochenmetastasen.
Metastasen in der Leber oder auf dem Bauchfell (Peritonealkarzinose) können zu einer Wasseransammlung im Bauch führen. Kleinere Flüssigkeitsmengen sind zunächst unproblematisch. Größere Mengen Aszites verursachen dagegen erhebliche Beeinträchtigungen: Sie drücken auf die inneren Organe und belasten durch die Aufschwemmung. Da die Flüssigkeitsansammlung keineswegs nur aus Wasser besteht, sondern auch viele Salze enthält, ist der Stoffwechsel in einer Ausnahmesituation, und die enthaltenen Eiweiße fehlen dem Körper ebenfalls.
Durch eine Reihe medikamentöser Maßnahmen kann versucht werden, die Flüssigkeit wenigstens zu einem Teil auszuschwemmen. Auch eine streng natriumarme Ernährung unterstützt die Therapie, da Natrium, zum Beispiel aus Kochsalz, Wasser bindet.
Bei größeren Mengen Aszites muss ein Teil durch eine Punktion des Bauchraums abgelassen werden, um betroffenen Patienten Erleichterung zu verschaffen. Bei einer solchen Maßnahme darf aber nicht die ganze Flüssigkeit entfernt werden: Sonst gerät das Gleichgewicht von Wasser, Salzen und Eiweiß im Körper endgültig aus dem Gleichgewicht, und die Flüssigkeit im Bauchraum bildet sich sofort wieder nach.
Die Ursache für die Wasseransammlung, die Metastasen oder der Befall des Bauchfells, werden dadurch aber nicht angegangen. Liegt eine Peritonealkarzinose vor, gibt es die Möglichkeit, Zytostatika oder schwach strahlende Substanzen (Radionuklide) direkt in den Bauchraum zu verabreichen. Dadurch wird ein Teil der Tumorzellen im Bauchraum zerstört und nicht mehr so viel Wasser gebildet.
Magenkarzinome machen anfangs selten Schmerzen. In fortgeschrittenen Stadien einer Krebserkrankung stehen für die Patienten allerdings häufig behandlungsbedingte Schmerzen und/oder Tumorschmerzen im Vordergrund. Sie können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Eine wirksame Schmerzbekämpfung gehört zu jedem Zeitpunkt der Therapie und Nachsorge zu den wichtigsten Maßnahmen. Eine gute Schmerztherapie wird stets individuell auf die Schmerzsituation des Patienten abgestimmt. Maßgeblich ist, was der Patient empfindet. Er entscheidet, ob die Therapie gut und ausreichend ist.