
Gerne stehen die Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes Ihnen für weitere Auskünfte zur Verfügung – rufen Sie uns an: 0800 – 4 20 30 40, täglich von 8.00 bis 20.00 Uhr. Ihr Anruf ist für Sie kostenlos. Oder schreiben Sie eine E-Mail an krebsinformationsdienst@dkfz.deMaligne Lymphome sind Krebserkrankungen des lymphatischen Systems. Zu diesem zählen die Lymphknoten, die Mandeln oder die Milz; lymphatisches Gewebe findet sich jedoch auch an anderen Stellen im Körper, etwa im Magen, im Darm oder in der Haut. Einige, wenn auch nicht alle Lymphome machen sich deshalb durch vergrößerte Lymphknoten bemerkbar. Die verschiedenen Formen der malignen Lymphome gehen von bestimmten weißen Blutkörperchen aus, den Lymphozyten. Diese werden im Knochenmark gebildet.
Die folgenden Informationen richten sich an erwachsene Patienten mit einem malignen Lymphom, ihre Angehörigen und Freunde sowie an Interessierte, die sich über die Erkrankung informieren möchten. Die Zusammenstellung bietet einen kurzen Überblick über Risikofaktoren, Untersuchungsmöglichkeiten bei Krankheitsverdacht und die Behandlung der verschiedenen Lymphomarten. Eine Übersicht über die genutzten Quellen sowie Links zu weiterführenden Informationen finden sich im Kapitel "Mehr Wissen über maligne Lymphome". Für Fragen zu Lymphomen bei Erwachsenen steht der Krebsinformationsdienst am Telefon oder per E-Mail zur Verfügung. Informationen aus dem Internet, einer E-Mail oder einem Telefongespräch können eine persönliche ärztliche Beratung jedoch nicht ersetzen.
Achtung: Lymphome verlaufen bei Kindern und Jugendlichen oft anders als bei Erwachsenen. Auch bei der Behandlung gibt es einige Unterschiede. Ratsuchende Eltern, jugendliche Patienten und Interessierte finden hier eine Liste von Ansprechpartnern, die weitere Auskünfte zu Krebs bei Kindern und Jugendlichen bieten.
Maligne Lymphome gehen vom lymphatischen Gewebe aus. Sie sind nicht zu verwechseln mit Lymphknotenmetastasen. Dabei handelt es sich um Absiedlungen eines anderen Tumors in den Lymphknoten: Bei vielen Krebsarten, zum Beispiel bei Brustkrebs oder Darmkrebs, können sich Tumorzellen über das Lymphsystem im Körper ausbreiten. Werden bei Krebspatienten Tumorzellen in den Lymphknoten gefunden, muss dies daher nichts mit einem malignen Lymphom zu tun haben. Eine Untersuchung unter dem Mikroskop zeigt, ob es sich um Lymphknotenmetastasen der bekannten Krebsart handelt. Diese Grunderkrankung bestimmt auch weiterhin die Behandlung, mehr dazu unter "Krebsarten".