
Gerne stehen die Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes Ihnen für weitere Auskünfte zur Verfügung – rufen Sie uns an: 0800 – 4 20 30 40, täglich von 8.00 bis 20.00 Uhr. Ihr Anruf ist für Sie kostenlos. Oder schreiben Sie eine E-Mail an krebsinformationsdienst@dkfz.deDie Mammographie wird heute in Deutschland nur von Ärzten und Röntgenassistenten durchgeführt, die eine besondere Ausbildung und Qualifikation nachweisen können. Wie die Untersuchung abläuft, ist im Großen und Ganzen standardisiert. Je nachdem, ob die Methode zur Abklärung von Veränderungen in der Brust eingesetzt wird oder im Rahmen des Mammographie-Screenings für gesunde Frauen, ergeben sich die weiteren Rahmenbedingungen.
Der beste Zeitpunkt für eine Mammographie wäre theoretisch während der Periode oder in der ersten Woche danach. In dieser Zeit ist der Flüssigkeitsgehalt der Brust am geringsten. Dann ist die Mammographie am besten beurteilbar.
Ist eine Frau wegen eines Knotens oder anderer Veränderungen beunruhigt, kann die Untersuchung aber zu jedem beliebigen Zeitpunkt vorgenommen werden. Für Frauen nach der Menopause ist der Zeitpunkt unwesentlich.
Falls Hormone zur Behandlung von Wechseljahresbeschwerden oder die "Pille" zur Empfängnisverhütung eingenommen werden, kann die Beurteilung allerdings erschwert sein, weil das Brustdrüsengewebe durch die Hormoneinwirkung dichter ist. Der Frauenarzt berät darüber, ob es sinnvoll ist, die Arzneimittel im Monat der Untersuchung abzusetzen.
Vor der Untersuchung empfehlen Fachleute, zum Beispiel die Kooperationsgemeinschaft Mammographie-Screening, auf Deos und Cremes im Brust- und Achselbereich zu verzichten: Diese Körperpflegemittel können je nach Zusammensetzung einen in der Röntgenaufnahme sichtbaren Film auf der Haut hinterlassen.
Für die Untersuchung muss der Oberkörper frei gemacht werden, es empfiehlt sich also Kleidung, die sich leicht ablegen lässt.
Zur Untersuchung tritt die Frau vor das Mammographie-Gerät, in der Regel wird die Aufnahme im Stehen gemacht.
Die Brust wird zwischen zwei strahlendurchlässigen Plexiglasscheiben möglichst flach zusammengedrückt. Abhängig von der Beschaffenheit der Brust wird dies von Frauen gelegentlich als unangenehm oder auch etwas schmerzhaft empfunden. Je flacher die Brust zusammengedrückt wird, desto aussagekräftiger ist allerdings das Röntgenbild. Es werden jeweils zwei Aufnahmen angefertigt, einmal von oben nach unten und einmal schräg von der Mitte her zur Seite. Dadurch entstehen zweidimensionale Schwarzweißbilder vom Brustgewebe. Durch den Abgleich der beiden Bilder kann der Arzt sich einen räumlichen Eindruck von der Lage einzelner Strukturen, auch möglicher Veränderungen, in der Brust verschaffen.
Zwei Techniken stehen zur Verfügung: die "klassische" analoge Röntgenaufnahme, bei der das Bild auf einer Filmfolie festgehalten wird, und die digitale Mammographie, bei der die Bilddaten elektronisch gespeichert und auf dem Computerbildschirm begutachtet werden. Für die Frau läuft die Untersuchung mit beiden Verfahren gleich ab. Auch die Aussagekraft gilt bei optimaler Durchführung und Einhaltung der Vorschriften als gleichwertig.