Deutsches Krebsforschungszentrum - Krebsinformationsdienst


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Untersuchungsverfahren: Krebs erkennen, Krebs kontrollieren

Nur einige der häufigeren Krebserkrankungen lassen sich durch Früherkennungsuntersuchungen entdecken, noch bevor sie Beschwerden verursachen. Für die meisten der etwa 150 bekannten Krebsarten gibt es diese Möglichkeit derzeit noch nicht. Krebs kann im Grunde überall im Körper auftreten, und das macht die Sache schwierig. Auch verursachen Tumorerkrankungen nur in den seltensten Fällen typische Symptome, besonders in Anfangsstadien.

Manchmal wird eine Krebserkrankung zufällig durch Untersuchungen oder Eingriffe entdeckt, die eigentlich aus einem ganz anderen Grund durchgeführt wurden. Beispiele sind etwa die Blasenspiegelung wegen ständiger Blasenentzündung, bei der ein kleiner Blasentumor entdeckt wird, die Magenspiegelung wegen eines Geschwürs oder einer andauernden Magenschleimhautentzündung, bei der dann ein Karzinom erkannt wird.

In den meisten Fällen kommen Patienten mit eher unklaren Beschwerden zum Arzt. Besteht der Verdacht, dass eine Krebserkrankung dahinterstehen könnte, so muss dies durch teils umfangreiche weitere Untersuchungen abgeklärt werden. Dabei lässt sich die Verdachtsdiagnose "Krebs" in den seltensten Fällen allein durch eine körperliche Untersuchung stellen, und viele Veränderungen entpuppen sich bei näherer Betrachtung als gutartige Erkrankungen. Aber die rasche Aufklärung der Ursachen von Beschwerden ist immer wichtig, damit die richtige und wirksame Behandlung eingeleitet werden kann – egal, ob gegen einen Tumor oder eine andere Erkrankung.
Bestätigt sich ein Krebsverdacht, folgen weitere Untersuchungen: zur Kontrolle des Ansprechens auf eine Behandlung, zur frühen Erkennung von Rückfällen oder insgesamt zur Verlaufskontrolle.

Ebenso wie die Behandlungsverfahren werden heute auch diagnostische Methoden einer Qualitätssicherung unterzogen: Ihr Stellenwert und ihr tatsächlicher Nutzen in der ein oder anderen Situation sollte durch klinische Studien abgeklärt sein, bevor sie als Standard in der Krebsdiagnostik gelten können - Wissen allein reicht manchmal nicht aus: Hat eine bestimmte Diagnosemethode keinerlei Konsequenzen für einen Patienten, so muss ihr Sinn vor der Durchführung hinterfragt werden.

Die folgenden Texte des Krebsinformationsdienstes sollen  Patienten und Interessierten einen ersten Überblick zum Thema Krebsdiagnostik bieten. Welche Untersuchungsmethode im Einzelfall sinnvoll ist, um Symptome abzuklären oder Befunde zu sichern, lässt sich allerdings in der Regel nur im Gespräch mit dem Arzt klären.
Einen Überblick über die wichtigsten Begriffe rund um Befunde und Diagnosen, wie sie etwa in Arztbriefen verwendet werden, bietet das Informationsblatt "Befunde verstehen" (als PDF-Datei zum Laden, Lesen und Ausdrucken).



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Seite drucken   Zuletzt aktualisiert: 05.05.2009