
Gerne stehen die Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes Ihnen für weitere Auskünfte zur Verfügung – rufen Sie uns an: 0800 – 4 20 30 40, täglich von 8.00 bis 20.00 Uhr. Ihr Anruf ist für Sie kostenlos. Oder schreiben Sie eine E-Mail an krebsinformationsdienst@dkfz.deWenn eine Therapie abgeschlossen ist und sich der Alltag wieder eingespielt hat, können die meisten Krebspatienten wieder ganz normal essen. Es stimmt zum Beispiel nicht, dass Krebspatienten grundsätzlich, auch nach einer Heilung, mehr Kalorien brauchen als Gesunde, oder pauschal bestimmte Dinge nicht vertragen würden. Wie sich der Alltag leichter wieder einspielen kann und wo es Tipps für Krebspatienten gibt, hat der Krebsinformationsdienst im folgenden Text zusammengestellt.
Liegen keine speziellen Ernährungsprobleme im Zusammenhang mit der Erkrankung oder als Therapiefolge vor, so gelten für Krebspatienten wie für ihre Familien die internationalen Empfehlungen zur Gesunderhaltung. Eine ausführliche Darstellung, welche Ratschläge Experten heute geben, was unter "gesund essen" und was unter "ausgewogen" zu verstehen ist, hat der Krebsinformationsdienst im Text "Gesunde Ernährung – was versteht man darunter?" zusammengestellt. Ist der tägliche Speiseplan entsprechend ausgerichtet, ist es nicht nötig, für den Betroffenen extra zu kochen.
Anders sieht es aus, wenn Krebspatienten aufgrund ihrer Behandlung dauerhafte Einschränkungen erwarten müssen. Dies gilt vor allem für Patienten nach Magenkrebs, nach Speiseröhrenkrebs oder einer Tumorerkrankung der Bauchspeicheldrüse, sowie für Betroffene mit Krebserkrankungen im Mund-Nasen- oder Rachenraum. Für sie kann eine gezielte Ernährungsberatung sinnvoll sein.
Eine Ernährungsberatung ist für viele Patienten sinnvoll, die mit dauerhaften Einschränkungen beim Essen oder besonderen Anforderungen an die Auswahl und Zubereitung von Lebensmitteln umgehen müssen. Wie man mit der veränderten Verdauung, mit den besonderen Ernährungsmaßnahmen zurechtkommt, welche Hilfen es im Alltag gibt, kann schon im Anschluss an die erste Behandlung während einer stationären Rehabilitation oder einer Anschlussheilbehandlung erlernt werden (früher oft als "Nachsorgekur" bezeichnet). Auch von zu Hause aus können Krebspatienten Maßnahmen der Rehabilitation durchführen oder eine Ernährungsberatung in Anspruch nehmen.
Mit Auskünften zu Beratungs- und Schulungsangeboten sowie zur Rehabilitation helfen noch im Krankenhaus die Kliniksozialdienste weiter. Für bereits entlassene Patienten kann der Hausarzt geeignete Angebote empfehlen. Ansprechpartner für bereits entlassene Patienten sind außerdem die Krankenkassen und bei Rehafragen die so genannten Servicestellen REHA. Sie werden von den Versicherungsträgern unterhalten; eine Liste der regionalen Stellen findet sich unter www.reha-servicestellen.de. Auch die Krebsberatungsstellen vermitteln bei Bedarf Ansprechpartner vor Ort.
Wichtige Informationsquelle für alle Patienten mit Ernährungsproblemen ist die Erfahrung anderer Betroffener: Die Selbsthilfegruppen verfügen oft über enorme individuelle Erfahrung, wie man im Alltag mit Einschränkungen umgehen kann. Unterscheiden sollten Betroffene aber zwischen
Aus dem Krankenhaus entlassen, aber noch nicht wieder fit für den
Alltag? Viele Patienten wünschen sich keinen allzu langen
Klinikaufenthalt und drängen nach Hause, sowie die Ärzte kein
unmittelbares Risiko mehr sehen. Hinzu kommt, dass die Möglichkeiten
der ambulanten Chemotherapie heute sehr ausgereift sind; für eine
Strahlentherapie müssen Krebspatienten ebenfalls nur selten stationär
ins Krankenhaus. Auch Betroffenen, denen es nicht gut geht, kann unter
Umständen der Klinikaufenthalt erspart werden, wenn die Angehörigen
oder Freunde alle Angebote der Unterstützung bei der Pflege ausschöpfen.
Pillen, Kapseln oder Dragees schlucken, womöglich mehrmals täglich?
Während einer Krebstherapie kann das unter Umständen einige Zeit zum
Alltag gehören. Die Versuchung ist groß, das Einnehmen durch das
Lieblingsgetränk zu erleichtern oder einen Nachgeschmack mit einem
Happen Essen zu überlagern. Doch nicht alle Medikamente vertragen
sich mit jedem Getränk oder allen Lebensmitteln. Dass man Tabletten
nicht mit Milch einnehmen sollte, wissen viele Patienten – sie kann zum
Beispiel die Aufnahme mancher Antibiotika behindern. Weniger bekannt
ist, dass auch Grapefruit als Obst oder Saft die Verstoffwechselung
nicht weniger Medikamente stören oder beschleunigen können. Ähnliches
gilt für einige andere, wenn auch seltenere Zitrusfruchtarten; Orangen
oder ihr Saft sind anscheinend nicht betroffen (hier
ein Informationstext des Verbandes der forschenden
Arzneimittelhersteller unter www.die-forschenden-pharma-unternehmen.de/wissenswertes/schongewusst/
wissen_april/). Die
verschiedenen Tees und Kaffee reagieren unter Umständen ebenfalls mit
einigen Mitteln, ebenso Colagetränke und natürlich Alkoholika.